#takeatripdownmemorylane mit Isa nach ÖSA

Ösa ist Isa aus Österreich. Ihr Mann hat sie so getauft, als sie sich in Hamburg kennenlernten. Und da in Hamburg, in der Ferne wurde ihr bewusst :“Krass… wie schön ist das Burgenland und wie sehr vermisse ich das.“ Der Ort, von dem sie mit 18 einfach nur weg wollte. Erst nach Wien und dann eben nach Hamburg. Deshalb steht Ösa auch für diesen Ort, über den sie grübelt, ob es nun ihre erste Heimat, oder die zweite ist. „Ich war in Hamburg und hatte eigentlich immer Heimweh, und wollte aber nicht mehr zurück. […] Ich habe so eine Ambivalenz in mir.“ Und deshalb holte sie sich einfach ein bisschen alte Heimat in die neue. „Ich hab nach Hamburg Speditionen mit `ner Palette Wein liefern lassen. […] Ich hab einfach gerne die Leute eingeladen und hab praktisch denen eine Freude gemacht, weil viele – wie gesagt – mögen Österreich gerne und sind oft da im Urlaub, und ich hab mir selber halt auch eine Freude gemacht, in dem ich Kaiserschmarren gekocht habe, Grenadiermarsch,…“

Und Essen, oder auch nur der Geruch von Essen lässt sie in Erinnerungen schwelgen. „Ich hab früher im Bahnhofsviertel ein Büro gehabt hier in Frankfurt und da bin ich manchmal reingefahren und da hat es nach frischem Apfelmus mit Topfenknödeln gerochen. Und dann bin ich mit diesem Geruch im Kopf zwei Wochen lang schwanger gegangen, der hat mich einfach an meine Mama erinnert und dann hab ich angefangen mir Topfenknödel und Apfelmus selber zu machen.“ Ja, mittlerweile lebt sie in Frankfurt und hat das ganze ausgebaut. So ist Ösa zu einem Unternehmen herangewachsen. „Ich verkaufe eigentlich eine österreichische Lebenskultur an Unternehmen, die ein bisschen Lässigkeit brauchen – ich mach` unter anderem auch Schimpfworkshops oder Knödelkochworkshops, um ein bisschen… ja um ein bisschen Lässigkeit, um ein bisschen Kurzurlaub zu den Firmen, oder Privatpersonen zu bringen. Ich hab praktisch so ne Art Österreichkompetenz, die ich mit kleinen Veranstaltungen kombiniere.“ Schimpfworkshops? Ja, denn wie wichtig Sprache für ein Heimatgefühl ist, ist ihr ebenfalls in Deutschland aufgefallen. „Auch wenn wir in Österreich sagen, wir reden deutsch; wir reden ein anderes deutsch, als in Deutschland. […] Es gibt ein österreichisches Wörterbuch.“

Und obwohl Ösa sich mittlerweile so richtig gesetteld fühlt in Frankfurt, wo sie die perfekte Mischung zwischen Dorf und Stadt gefunden hat – in ihrem Kiez, in dem sich die Leute auf der Straße grüßen und von wo aus man alles mit dem Fahrrad erreichen kann – zieht es sie noch immer zurück in die zweite Heimat, oder doch die erste? „Sobald die Ferien der Kinder beginnen sind wir im Burgenland“. Dort ist sie mit dem halben Ort „verwandt, verschwägert, verbandelt“ und dort haben sie ein kleines Ferienhaus. „Es ist ein langer Weg bis dorthin, aber er lohnt sich und es zahlt sich total aus dahinzufahren.“ Hier gibt es gutes Wetter, das „Meer der Wiener“ und eine tolle Kulinarik. „Es leben einfach coole Menschen im Burgenland, es gibt tolle Produkte; Obst und Gemüse und Winzer, die sehr innovativ sind.“ Und natürlich kommen ihre Produkte, die sie bei ihren Events benutzt auch aus dem Burgenland, denn „Produkte braucht es beim Österreichischen – also man braucht einen Wein und man braucht eine gute Marillenmarmelade, oder auch ein gutes Öl.“ Die kann man in Frankfurt auch im Sinngut kaufen, oder man bucht Ösa für einen österreichischen Kurzurlaub. Und wer Österreich abseits der bekannten Klischees erleben möchte, der sollte den nächsten richtigen Urlaub im Burgenland buchen – dazu gibt Ösa auch gerne Tipps!

Und hier gehts zum ganzen Gespräch. Viel Spaß dabei!

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